Schutz oder Einschränkung der Meinungsfreiheit – was bedeutet ein Social-Media-Verbot für Jugendliche? Der Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich hat junge Talente und ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit dieser Frage auseinandergesetzt haben. Überreicht wurden die Preise in der New Design University in St. Pölten von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, dem Jury-Vorsitzenden Georg Wailand und Obmann Daniel Lohninger.
St. Pölten, 19.05.2026 – Soziale Medien prägen junge Menschen. Welche Auswirkungen problematische Trends im digitalen Raum auf Jugendliche und ihr Körperbild haben können, zeigt Kristina Leitner aus Weiten (Bezirk Melk) mit ihrem Artikel „Dünne Körper auf der digitalen Bühne“ und belegte Platz eins. Die 26-Jährige ist als Redakteurin beim Kurier tätig und hat das Stipendium des Vereins zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich absolviert.
Mit dem zweiten Platz wurde der 29-Jährige Louis Ebner aus Wien prämiert. Der Videobeitrag für das Magazin „Breaking Media“ der Sendergruppe ProSiebenSat.1 PULS 4 veranschaulicht, warum eine Altersgrenze auf Social-Media eine Einschränkung der Meinungsfreiheit sowie Jugend- und Datenschutz ist.
Zweimal „Bronze“ für jüngsten und erfahrensten Teilnehmer
Der dritte Platz ging heuer ex aequo an zwei Journalisten: Der 19-jährige Felix Attalah aus aus Sankt Leonhard am Forst (Bezirk Melk) zeichnet mit seinem Radiobeitrag ein Stimmungsbild zum Social-Media-Verbot, in dem Politik, Expertinnen und Experten sowie Jugendliche auf mehr Sicherheit für Österreichs Kinderzimmer pochen. Attalah ist als freier Mitarbeiter bei den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) und als Trainee bei Kronehit tätig.
Ebenfalls die Jury überzeugt hat der ehemalige Stipendiat Markus Strohmayer, der ursprünglich aus Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) kommt. Für seine Reportage „Ausgesperrt und trotzdem online“ recherchierte er in Australien und sprach mit Angehörigen über mangelnden Schutz im Netz und Fälle von Cybermobbing, die bis zum Suizid führten. Der 32-Jährige bedankte sich mit einer Videobotschaft aus dem australischen Outback für den Preis, den Kristina Leitner stellvertretend für ihn entgegennahm.
Zahlreiche Einreichung mit hoher Qualität
Die Preise wurden feierlich in der New Design University der Wirtschaftskammer Niederösterreich übergeben. Als Gastgeber begrüßte der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Wolfgang Ecker, die Gäste.
Der Wandel und die Schnelllebigkeit im Journalismus bringe für den Qualitätsjournalismus und journalistischen Nachwuchs große Herausforderungen mit sich, so Jury-Vorsitzender Georg Wailand, der viele Jahre im GEWINN tätig war und leitende Funktionen innerhalb der Kronen Zeitung innegehabt hat. Umso erfreulicher seien die vielen qualitativ hochwertigen Einreichungen. „Nur während der Pandemie haben wir mehr Einreichungen verzeichnet“, sagte Obmann des Vereins und Chefredakteur der Niederösterreichischen Nachrichten Daniel Lohninger und hob hervor: „Die Qualität der Einreichungen war in Summe hoch und die Zugänge zum Thema waren sehr vielschichtig.“
„Kritischer Journalismus ist unverzichtbar, weil er für Transparenz sorgt, Macht kontrolliert und vor allem auch Diskussionen anregt“, betonte die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Preisverleihung. Bei der Diskussionsrunde zum Thema „Social-Media – Gefahr oder Chance für unsere Demokratie“ debattierten unter anderem Obmann des Vereins und Chefredakteur der NÖN Daniel Lohninger, Chefredakteur des Kurier Martin Gebhart, Chefredakteurin des ORF Niederösterreich Claudia Schubert und Nicole Resch sowie Benjamin Wartha, Student Supports für Social-Media bei Raiffeisen NÖ-Wien.
Der Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich
Der Verein zur Förderung des Journalismus in Niederösterreich unterstützt junge angehende Journalistinnen und Journalisten und bietet ihnen ein praxisorientiertes Ausbildungsprogramm. An angehende Journalistinnen und Journalisten vergibt der Verein jährlich ein Stipendium, das den Einstieg in die Branche erleichtern soll. Einmal im Jahr wird der NÖ Journalismuspreis für den journalistischen Nachwuchs zu einem aktuell relevanten Thema vergeben. Die ersten drei Plätze sind mit Preisgeldern von 4.000 Euro, 3.000 Euro sowie 2.000 Euro (ex aequo 1.000 Euro) dotiert.
Pressefotos zum Download, Fotocredit: Franz Gleiß
Bildt 1: v.l.n.r. Obmann des Vereins und NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger, Jury-Vorsitzender Georg Wailand, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die Preisträgerinnen und Preisträger Felix Attalah (3. Platz), Kristina Leitner (1. Platz) sowie Louis Ebner (2. Platz), Geschäftsführer des Vereins und NÖN-Chefredakteur Walter Fahrnberger
Bild 2: v.l.n.r. bei der Diskussionsrunde: Moderatorin ORF NÖ und Schriftführerin des Vereins Alice Herzog, Obmann des Vereins und NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger, Nicole Resch sowie Benjamin Wartha, Student Supports für Social-Media bei Raiffeisen NÖ-Wien, Chefredakteurin des ORF Niederösterreich Claudia Schubert und Geschäftsführer des Vereins und Kurier-Chefredakteur Martin Gebhart












